Förderung von der Beratung bis zur Umsetzung

Klimaschutz ist nicht nur eine globale sondern auch eine nationale Aufgabe. Deshalb unterstützen die Europäische Union, die deutsche Bundesregierung und das Land Berlin verstärkt Investitionen im Bereich des Umwelt- und Klimaschutzes durch zahlreiche Förderprogramme und Informationskampagnen.

Investitionen im Bereich des Klimaschutzes betreffen beispielsweise die energetische Gebäudesanierung, Maßnahmen zur Energieeinsparung und zur Steigerung der Energieeffizienz sowie die verstärkte Nutzung von erneuerbaren Energien. 

 

Werden solche Maßnahmen erfolgreich umgesetzt, können angesichts steigender Energiepreise auch die Betriebskosten beispielsweise von Gebäuden, Anlagen oder für die Mobilität reduziert werden. Außerdem werden neben privaten und öffentlichen Haushalten auch Umwelt und Klima entlastet. Auch Energieberatungen, die einen wesentlichen Beitrag im Bereich der Energieeinsparungen leisten, können gefördert werden. Maßnahmen, die zum Schutz oder der Entlastung der Luft, des Bodens oder des Wassers führen, gehören ebenso zu den förderfähigen Maßnahmen.

 

Berliner Programm für Nachhaltige Entwicklung (BENE)

In der Förderperiode 2014 bis 2020 des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung steht als Folgeprogramm des Umweltentlastungsprogramms (UEP) das Berliner Programm für Nachhaltige Entwicklung (BENE) bereit.

BENE ist Teil des "Berliner Operationellen Programmes 2014 - 2020", das die Europäische Kommission im Dezember 2014 genehmigt hat. Die EU unterstützt das gesamte Förderpaket mit 635,213 Mio. Euro aus dem EFRE-Fonds. Dabei entfallen fast 117 Mio. Euro (ca. 18,4 % der Mittel) auf BENE und stehen für die Umsetzung von Klima- und Umweltschutzvorhaben in Berlin zur Verfügung.

Was wird in BENE gefördert?

Das Förderprogramm besteht aus einem Maßnahmenpaket zum Klimaschutz (BENE Klima) mit fünf Förderschwerpunkten und einem Umweltschutzteil (BENE Umwelt), der die Ziele einer nachhaltigen Stadtentwicklung unterstützt.

Förderschwerpunkte BENE-Klima

  • Investitionen zur Steigerung der Energieeffizienz sowie zur Nutzung erneuerbarer Energien in Unternehmen
  • Investitionen zur Steigerung der Energieeffizienz sowie zur Nutzung erneuerbarer Energien in öffentlichen Infrastrukturen einschließlich öffentlicher Gebäude
  • Umwelt- und Energiemanagementsysteme
  • Verminderung des CO2-Ausstoßes durch die Unterstützung einer nachhaltigen Mobilität
  • Förderung von anwendungsorientierter Forschung, Innovation und Übernahme kohlenstoffarmer Technologien

Förderschwerpunkte BENE-Umwelt

  • Verbesserung der Natur und Umwelt in sozial benachteiligten Quartieren
  • Reduzierung Umweltbelastungen in sozial benachteiligten Quartieren

Investitionsbank Berlin (IBB)

Die Investitionsbank Berlin (IBB) ist die Förderbank des Landes Berlin. Sie trägt mit der neu ausgerichteten Wirtschaftsförderung aktiv zur Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Berlin bei. Die IBB unterstützt mit ihren Angeboten in der Wirtschaftsförderung vor allem innovative, kleine und mittlere Berliner Unternehmen. Dazu gehört auch, die Grundlage für neue zukunftsfähige Arbeitsplätze zu schaffen und die Attraktivität Berlins als Wirtschafts- und Technologiestandort auszubauen.

Mit den monetären Förderangeboten, einer umfassenden Finanzierungsberatung und einer an betriebswirtschaftlichen Kriterien orientierten Förder- und Kreditbearbeitung unterstützt die IBB vor allem innovative, technologieorientierte KMU Berlins. Die Investitionsbank Berlin bietet eine breite Palette von Förderangeboten, die speziell auf den Bedarf dieser Unternehmen zugeschnitten ist.

Unterstützung für Mieter, Vermieter und Investoren

Die Investitionsbank Berlin richtet sich mit vielfältigen Finanzierungs- und Förderangeboten an Mieter, Vermieter und Investoren, kommunale Wohnungsunternehmen und -genossenschaften. In Kooperation mit der KfW-Bankengruppe unterstützt die IBB private Investoren, Vermieter oder Wohnungsunternehmen bzw. Wohnungsgenossenschaften, die energetische Maßnahmen an Wohngebäuden planen. Das Angebot umfasst Service- und Beratungsangebote und zinsgünstige Darlehen aus Mitteln der KfW-Bankengruppe.

eneo - Energieberatung für Effizienz und Optimierung

Zuschüsse für Gutachten und Beratung zur energetischen Optimierung von Wohngebäuden

Wer eine energetische Modernisierung einer Wohnimmobilie in Berlin plant und dabei qualifizierte und bedarfsgerechte Unterstützungbenötigt, kann sich für Zuschüsse für Gutachten und Beratung an ENEO wenden. ENEO unterstützt von der Beratung und der Erstellung von Gutachten bis zur Umsetzung der empfohlenen energetischen Modernisierungsmaßnahmen.

Eigentümer von Wohnimmobilien mit bis zu 30 Wohneinheiten erhalten einen erhöhten Zuschuss von 50 %, wenn das geplante Gutachten eine Gesamtsanierung des Gebäudes zu einem KfW-Effizienzhaus-Standard in einem Zuge oder in aufeinander abgestimmten Schritten (Maßnahmenfahrplan) enthält.

Von Eigentümern eines Eigenheimes, über Wohnungseigentümergemeinschaften, privaten Investoren bis
zu Wohnungsunternehmen und -genossenschaften können grundsätzlich alle Eigentümer/-innen von selbstgenutzten oder vermieteten Wohnimmobilien in Berlin das Förderprojekt ENEO nutzen.

Förderdatenbank des Bundes

Mit der Förderdatenbank des Bundes im Internet gibt die Bundesregierung einen umfassenden und aktuellen Überblick über die Förderprogramme des Bundes, der Länder und der Europäischen Union. Das Fördergeschehen wird unabhängig von der Förderebene oder dem Fördergeber nach einheitlichen Kriterien und in einer konsistenten Darstellung zusammengefasst. Dabei werden auch die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Programmen aufgezeigt, die für eine effiziente Nutzung der staatlichen Förderung von Bedeutung sind.

Das Internet eröffnet darüber hinaus die Möglichkeit, vertiefende Informationen der unterschiedlichen Anbieter von Förderinformationen durch eine breit angelegte Vernetzung bereitzustellen. Die Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie steht damit als zentrale Informationsquelle sowohl für Privatpersonen wie Existenzgründer als auch für Unternehmen und Berater zur Verfügung. Sie richtet sich gleichermaßen an Benutzer ohne Vorkenntnisse wie an die Kenner der Wirtschaftsförderung.

Mit der Förderdatenbank leistet das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie einen wichtigen Beitrag zu mehr und größerer Transparenz rund um das Fördergeschehen in Deutschland. Gerade Existenzgründer und die mittelständische Wirtschaft profitieren hiervon in besonderer Weise.

Nationale Klimaschutzinitiative (NKI)

Die Programme der Nationalen Klimaschutzinitiative tragen dazu bei, dass Deutschland seine nationalen Klimaschutzziele erreicht: bis zum Jahr 2020 die Treibhausgasemissionen in Deutschland um mindestens 40 Prozent zu senken – und bis 2050 sogar um 80 bis 95 Prozent gegenüber dem Jahr 1990.

Um dieses langfristige Ziel zu erreichen, bedarf es der Mitwirkung und Einbeziehung aller. Die Nationale Klimaschutzinitiative unterstützt dabei ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten: von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Sie richtet sich an Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen und Bildungseinrichtungen. Die Nationale Klimaschutzinitiative umfasst die folgenden Förderprogramme: Kommunalrichtlinie, innovative Einzelprojekte, gewerbliche Kälteanlagen, Mini-KWK-Anlagen und Hybridbusse.

Marktanreizprogramm (MAP)

Auf dem Strommarkt ist der Siegeszug der erneuerbaren Energien weit vorangekommen, auf dem Wärmemarkt bestehen noch erhebliche Potenziale.

Dabei wird für das Heizen hierzulande zu viel Energie verbraucht: Mehr als zwei Drittel der Heizungsanlagen in Deutschland arbeiten ineffizient; rund zehn Millionen der Kessel sind älter als 15 Jahre. Mit dem Marktanreizprogramm (MAP) will das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) daher mehr Haus- und Wohnungseigentümer, aber auch Unternehmen und Kommunen motivieren, bei der Wärme auf die Kraft aus Sonne, Biomasse und Erdwärme zu setzen.

Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE)

Klima schützen, Investitionen anreizen und Energie effizienter einsetzen: Neben der Energiewende brauchen wir eine Wärmewende - und diese setzt bei Gebäuden und Heizungen an.

Das BMWi bringt Energieeffizienz und Klimaschutz weiter voran: Mit dem "Anreizprogramm Energieeffizienz" wird die bereits bestehende Förderlandschaft im Gebäudebereich sinnvoll erweitert - für mehr Investitionen, höhere Wohnqualität und effizienteres Heizen in den eigenen vier Wänden.

Die "Richtlinie zur Förderung der beschleunigten Modernisierung von Heizungsanlagen bei Nutzung erneuerbarer Energien" bildet die gesetzliche Grundlage für die Neuerungen. Damit wird die bestehende Förderlandschaft folgendermaßen ergänzt: 

KfW Bankengruppe

Die KfW hat viele Aufgaben. Als Förderbank unterstützt die KfW Bankengruppe den Wandel und treibt zukunftsweisende Ideen voran - in Deutschland, in Europa und in der Welt.

Von Photovoltaik über Biomasse bis zur Windkraft: Hier finden Unternehmen Informationen zur Förderung erneuerbarer Energien. Unternehmen decken energetische Schwachstellen auf und investieren in moderne Technologien. Die KfW unterstützt die energetische Sanierung von Bestandsgebäuden und den energieeffizienten Neubau von Firmengebäuden. Sie fördert auch Vorhaben zur Optimierung von Produktionsprozessen - zum Schutz von Ressourcen und des Klimas.

Umweltinnovationsprogramm (UIP)

Das Umweltinnovationsprogramm (UIP) ist ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.

Das UIP unterstützt seit 1979 Unternehmen dabei, innovative, Umwelt entlastende technische Verfahren in die Praxisanwendung zu bringen, und zeigt, dass technische Verfahren und industrielle Produktion ökologische und ökonomische Anforderungen vereinen können. Im Vordergrund stehen vor allem integrierte Umweltschutzmaßnahmen in allen technischen Bereichen und Branchen.

Ökologisch und ökonomisch erfolgreiche Demonstrationsvorhaben liefern anderen Unternehmen den entscheidenden Anreiz, Umwelt entlastende Technik einzusetzen oder eigene Prozesse unter Umweltschutzaspekten weiterzuentwickeln.

Gefördert werden Projekte unter anderem im Bereich Klimaschutz: Energieeinsparung, Energieeffizienz und Nutzung erneuerbarer Energien

STromEffizienzPotentiale nutzen (STEP up!)

Förderung von Stromeinsparungen im Rahmen wettbewerblicher Ausschreibungen: STromEffizienzPotentiale nutzen (STEP up!)

Mit dem Pilotprogramm STEP up! werden für Unternehmen Anreize geschaffen, um in Technologien zur Stromeinsparung zu investieren. Wettbewerbliche Ausschreibungen von Stromeffizienzmaßnahmen bieten die Chance, die  Effizienzpotentiale des Marktes zu aktivieren, Überförderung durch zu hohe Förderquoten zu vermeiden und so die Förderprogramme effizient zu nutzen.

Das Auswahlverfahren erfolgt in Form eines Wettbewerbs: gefördert werden die Maßnahmen mit der höchsten Einsparung je "Förder-Euro", d. h. diejenigen Maßnahmen, die den besten Kosten-Nutzen-Wert (in Euro/kWh) erreichen. Dadurch werden sowohl die erreichten Stromeinsparungen quantifiziert als auch ein effizienter Einsatz der Fördermittel gewährleistet.

Das wettbewerbliche Ausschreibungsmodell ist akteurs- und technologieoffen sowie sektorübergreifend angelegt. Das Pilotprogramm steht allen Unternehmen offen, die im eigenen Betrieb oder bei ihren Kunden Stromsparmaßnahmen umsetzen wollen. Die Wettbewerber können sowohl Einzelprojekte zur Umsetzung im eigenen Betrieb als auch Sammelprojekte zur Umsetzung bei Dritten - Unternehmen oder Privathaushalten - beantragen

Förderkompass Energie von BINE

Energieeffiziente Gebäude, energiesparende Technik und erneuerbare Energien sind beim Betrieb meist günstiger als konventionelle Produkte, erfordern jedoch am Anfang eine größere Investition. Hier setzen vielfältige Förderhilfen von EU, Bund, Ländern, Kommunen und Energieversorgern an. Ob regional oder bundesweit, der Förderkompass Energie bietet umfassende aktuelle Informationen über alle relevanten Förderprogramme von EU, Bund, Ländern, Kommunen und Energieversorgungsunternehmen.

Die Online-Datenbank Förderkompass Energie bietet alle relevanten Förderprogramme für private, gewerbliche, institutionelle und öffentliche Investoren in einer zentralen Datenbank. Auf einen Blick finden sich hier eine Beschreibung der Förderkonditionen und Besonderheiten bei Antragstellung und Vergabe, Angaben über die Kumulierbarkeit unterschiedlicher Programme, Adressen der Fördergeber und Antragsstellen, weiterführende Links sowie Antragsformulare, Merkblätter und die Richtlinien im Original als PDF-Format.

Die Nutzung der Online-Datenbank Förderkompass Energie ist kostenpflichtig.