Umweltschule in Europa – Internationale Agenda 21 Schule

Umsetzung durch: 
Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie
Auftraggeber: 
Foundation for Environmental Education (FEE), in Deutschland vertreten durch die Deutsche Gesellschaft für Umwelterziehung (DGU)
Zeitraum: 
2003 - fortlaufend

Seit dem Schuljahr 2003/2004 werden Berliner Schulen zu „Umweltschulen“! Sie setzen sich für eine Bildung für nachhaltige Entwicklung ein, um jene Menschen für Umweltthemen und nachhaltiges Wirtschaften zu sensibilisieren, die unsere Zukunft gestalten werden: unsere Kinder und Jugendlichen.

Megathemen wie Ressourcenknappheit oder Folgen des Klimawandels können angesichts der vielschichtigen Globalisierung nur gemeinsam angegangen werden; Einzellösungen sind heute nicht mehr gefragt. Doch obwohl diese Themen eine enorme Dringlichkeit besitzen, ist die Vermittlung dieser Inhalte und die Gestaltung von Handlungsalternativen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung oft viel zu abstrakt. Denn es fehlt eine Übertragung in unsere Lebenswelten und eine Antwort auf die Frage: Was hat das mit mir zu tun?

 

„Umweltschule in Europa/Internationale Agenda 21-Schule“ setzt genau hier an und ermutigt Schulen, nachhaltige Entwicklung in den Unterricht zu integrieren und dazu praktische Vorhaben zusammen mit Partnern aus Wirtschaft, Kommunalpolitik und/oder Zivilgesellschaft durchzuführen. Ziel ist es, Schüler und Schülerinnen zu befähigen, sich zu aktiven, global denkenden Bürgern zu entwickeln und selbst Verantwortung für sich und ihre Zukunft zu übernehmen.

Gegenwärtig gibt es über 49.000 „eco-schools“ in 64 Staaten, in Deutschland rund 1.000 Schulen aus acht Bundesländern. „Umweltschule in Europa / Internationale Agenda 21 Schule“ ist in Deutschland und international das größte und am schnellsten wachsenden Schulnetzwerk überhaupt.

In Berlin erhielten 24 Schulen das Prädikat im Jahr 2016, das waren acht Schulen mehr als im Vorjahr! Unterstützt wird die Auszeichnung durch die GASAG, der Jugend- und Familienstiftung des Landes BSR und AquaDom & SEA LIFE Berlin.

Auf dem Weg zur Umweltschule

Zuerst werden zwei Handlungsfelder gewählt, oft ist das erste eins der vielen Projekte, die jede Schule im Laufe der Zeit bereits für sich entwickelt hat und das zweite ein neues Vorhaben. Innerhalb des jeweiligen Schuljahres (Ausschreibungszeit) werden diese selbstentwickelten Projekte oft in aktiver Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern umgesetzt. Ein Thema orientiert sich an den deutschlandweit festgelegten Jahresthemen (2017: Lebensraum Wasser, Leben im Jahr 2030 oder Schulgarten, ein zweites Thema ist frei wählbar. Darüber hinaus zeigt die Schule ihre (ersten) Schritte auf, die Bildung für nachhaltige Entwicklung im Schulleben sichtbar werden lassen.

Am Ende des Schuljahres entscheidet eine Jury aus Vertretern verschiedener Organisationen, die Bildung für nachhaltige Entwicklung in Berlin unterstützen (wie Ökowerk, GASAG, BSR, Sea Life Berlin, EPIZ, UfU, JFSB, FU Berlin, Grün macht Schule, PIK usw.) über die Auszeichnung auf Grundlage einer Dokumentation oder einer Präsentationen vor der Jury. In diesem Schuljahr kann auch ein Film eingereicht werden.

Die ausgewählten Schulen erhalten eine Urkunde und eine Flagge, die im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft übergeben wird.

Die Auszeichnung zur Umweltschule wird als ein Beitrag zur Qualitätsentwicklung im Unterricht und zum Erwerb der Gestaltungskompetenz verstanden.

Quelle: Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft

Thema: 
Umwelt
Handlungsfeld: 
Bildungseinrichtung
Maßnahme: 
Bildung, 
Information / Motivation
Gruppe: 
Berliner Klimabündnis, 
Klimaschutzvereinbarung, 
mehrwert Berlin
Kontakt: 
Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie
Bernhard-Weiß-Straße 6
10178 Berlin
Tel.: (030) 90227-5844
Fax: (030) 90227–5020
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