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Klimaschutz in Berlin

Klimaforschung und Politik sind sich weitgehend darüber einig, dass der durch den Ausstoß von Treibhausgasen verursachte globale Temperaturanstieg auf maximal zwei Grad bis 2050 begrenzt werden muss. Anderenfalls sind die Folgen des dadurch ausgelösten Klimawandels kaum noch beherrschbar. Weltweit sind daher einschneidende Maßnahmen zur Reduzierung schädlicher Emissionen notwendig, die vorwiegend bei der Verbrennung fossiler Rohstoffe wie Kohle, Öl oder Gas freigesetzt werden. Gefordert sind besonders Ballungsräume und Metropolen, da diese besonders viel Energie verbrauchen.

Berlin stellt sich dieser Verantwortung: Mit anspruchsvollen Klimaschutzvereinbarungen und vielen landesweiten Initiativen strebt das Land Berlin eine Reduzierung der CO2-Emissionen um mehr als 40 Prozent bis zum Jahr 2020 gegenüber 1990 an. Im Jahr 2050 will Berlin sogar klimaneutrale Stadt sein.

Der Klimaschutz spielt eine zentrale Rolle für die Strategie der künftigen Energieversorgung des Landes Berlin, die sich an den Grundsätzen der Versorgungssicherheit, der Wirtschaftlichkeit sowie der Umwelt- und Sozialverträglichkeit orientiert. Deshalb sind energiepolitische Entscheidungen eng mit den klimarelevanten Handlungsfeldern verbunden.

Die zentrale Steuerung aller Klimaschutzaktivitäten des Landes Berlin liegt bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und  Umwelt. Sie integriert die angestrebten Klimaschutzziele in die Handlungsfelder des Senats und koordiniert die landesweiten Projekte und Akteure in eigenen Arbeitskreisen.

Berlins Engagement für den Klimaschutz zeigt sich in zahlreichen öffentlichen und privaten Klimaschutzprojekten. Dazu gehören Förderprogramme, Klimaschutzvereinbarungen, Energiesparpartnerschaften, energetische Gebäudesanierungen, die Anwendung von Solarenergieanlagen und Blockheizkraftwerken, Informationsangebote oder Wettbewerbe. Berlin übernimmt bei seinen Bemühungen nicht nur eine lokale Verantwortung für den Klimaschutz, sondern strebt mit seinen Positionen und Umsetzungsstrategien auch eine Vorbildrolle für andere Kommunen und Länder im In- und Ausland an.

Berlin war mit seinen Initiativen und Klimaschutzprojekten bisher so erfolgreich, dass das Ziel, bis zum Jahr 2010 mindestens 25 Prozent der CO2-Emissionen gegenüber dem Jahr 1990 einzusparen, bereits im Jahr 2005 erreicht werden konnte.

Der Berliner Senat hat die folgenden Handlungsfelder als Schwerpunkte der Klimaschutzpolitik definiert:

  1. Ausbau der erneuerbaren Energien im Bereich der Stromversorgung, besonders Photovoltaik, und der Wärmeversorgung, u. a. durch
    • Stärkung der Solardachbörse, Nutzung von Dachflächen auf öffentlichen Gebäuden
    • Erschließung der Biomassepotentiale (inkl. Berliner Stadtgüter)
    • Standortprüfung zur Errichtung großer Windkraftanlagen
    • Aus- und Weiterbildungsaktivitäten im Handwerk
  2. Ausbau der dezentralen Kraft-Wärme-Kopplung, besonders unter Einbindung erneuerbarer Energien
  3. Steigerung der Energieeffizienz und Reduzierung des Energieverbrauchs privater Haushalte und Gebäude, u. a. durch
    • Entwicklung und Angebot geeigneter Finanzierungsinstrumente (z. B. Effizienzfonds) in Kombination mit erweiterter Beratung insbesondere für den kritischen Wohnungsbaubestand
    • Ausweitung der Klimaschutzvereinbarungen auf weitere Wohnungsunternehmen
    • Fortschreibung bestehender Klimaschutzvereinbarungen mit den städtischen Wohnungsunternehmen
  4. Verstärkte Energieeinsparung im Bereich der öffentlichen Dienstleistungen und Liegenschaften, u. a. durch
    • Stärkung des Energiemanagements auf Bezirks- und Landesebene/ BIM
    • öffentliche Beschaffung nach Kriterien der Energieeffizienz
  5. Energieeinsparung im Bereich Verkehr, u. a. durch
    • Umsetzung der Maßnahmen des StEP Verkehr 2025
    • Entwicklung von Planungsinstrumenten für den Flug- und den Schienengüterverkehr sowie die Schifffahrt
    • Abschluss von Klimaschutzvereinbarungen mit Verkehrsunternehmen
  6. Klimaschutzvereinbarungen mit Berliner Wirtschaftsunternehmen
  7. Aufbau und Förderung geeigneter Netzwerke, die den Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch unterstützen
  8. Standortförderung für die Entwicklung und Produktion innovativer Umwelt- und Energietechnologien

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt

Politische Initiativen

Die Klimaschutzpolitik Berlins ist darauf gerichtet, die Möglichkeiten des aktiven Klimaschutzes auszubauen und zu unterstützen. Zudem sollen optimale Bedingungen geschaffen werden, um die  wirtschaftlichen Potenziale der effizienten Energieverwendung, des Einsatzes erneuerbarer Energien sowie der Forschung und Entwicklung in diesen Bereichen zu heben. Die Initiativen des Landes richten sich an ein breites Spektrum öffentlicher und privater Institutionen, Unternehmen und Organisationen sowie an die  Bürger.

Fördermaßnahmen

Klimaschutz ist nicht nur eine globale sondern auch eine nationale Aufgabe. Deshalb fördern die Europäische Union, die Bundesregierung und das Land Berlin verstärkt Investitionen im Bereich des Umwelt- und Klimaschutzes.

Investitionen in diesem Bereich betreffen beispielsweise die energetische Gebäudesanierung, Maßnahmen zur Energieeinsparung und zur Steigerung der Energieeffizienz sowie die verstärkte Nutzung von erneuerbaren Energien. Werden solche Maßnahmen erfolgreich umgesetzt, können angesichts steigender Energiepreise auch die Betriebskosten beispielsweise von Gebäuden, Anlagen oder für die Mobilität reduziert werden. Außerdem werden neben privaten und öffentlichen Haushalten auch Umwelt und Klima entlastet.

Klimaschutz in der Praxis - Projektdatenbanken

In Berlin wird Klimaschutz in vielen verschiedenen Projekten sichtbar - als Solarenergieanlage oder gedämmte Schule, als Kläranlage oder Elektromobilität. Doch weit mehr Projekte sind nicht auf den ersten Blick zu sehen oder dem Klimaschutz zuzuordnen. Mehrere Datenbanken stellen deshalb Praxisprojekte im Internet vor - mit wertvollen Informationen für Fachleute und andere Interessierte. Die folgende Übersicht über Internetangebote zum Berliner Klimaschutz in der Praxis wird ständig aktualisiert und erweitert.

Projektdatenbank der Berliner Informationsstelle Klimaschutz
Die Projektdatenbank der BIK stellt Praxisbeispiele aus Berlin vor, die zum Klimaschutz beitragen und Institutionen und Unternehmen für weitere Aktivitäten motivieren. Die Datenbank gibt mit über 300 Einträgen einen Überblick über die Vielfalt der Klimaschutzprojekte in Berlin. Die Projekte sind Kategorien zugeordnet und können über Such- und Filterfunktionen recherchiert werden. Die Datenbank wird ständig geprüft, aktualisiert und erweitert.
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Projektdatenbank der KlimaSchutzPartner Berlin
Mit vielen renommierten Projekten hat sich der Preis „KlimaSchutzPartner des Jahres“ als eine der traditionsreichsten Auszeichnung für innovativen Klimaschutz in Berlin etabliert. Überzeugen Sie sich selbst. Eine interaktive Karte zeigt auf einen Blick, wo konkrete Klimaschutzmaßnahmen in Berlin umgesetzt werden. Alle Wettbewerbsbeiträge werden dargestellt; die Preisträger des Wettbewerbs sind hervorgehoben. 
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Klima-Tatenbank des Stadtvertrags Klimaschutz
Gesucht werden 10.000 Klima-Taten für Berlin. Eine Klima-Tat ist jede Aktivität, die CO2-Emissionen einspart. Der Vielfalt sind dabei keine Grenzen gesetzt: Der Bezug von Ökostrom, das Austauschen einer alten Heizungspumpe oder die Dämmung der eigenen vier Wände zählen ebenso wie der Einsatz von Energiesparlampen, die Verwendung von Recycling-Papier oder Fahrrad- statt Autofahren. Die Klima-Tatenbank kann von allen Bürgerinnen und Bürgern Berlins befüllt werden.
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Projektdatenbank zum Aktionstag "Berlin spart Energie"
»Berlin Spart Energie« unterstützt Bürgerinnen und Bürgern der Hauptstadt beim Energiesparen. Eine Datenbank enthält rund 70 nachahmenswerte Energiesparobjekte in Berlin, zu deren Besichtigung die Öffentlichkeit am Aktionstag "Berlin spart Energie" eingeladen ist. Dazu gehörten 2012 energetisch sanierte Wohnensembles ebenso wie Einfamilienhäuser oder Bürokomplexe.
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Berliner Netzwerke für den Klimaschutz

Aktionskreis Energie e.V.
Zweck des Vereins ist die Förderung der Einsparung von Energie und Verminderung der klimaschädlichen Gase durch energetische Optimierung von Gebäuden und Nutzung regenerativer Energien. Dies wird durch Fortbildungsangebote, Veranstaltungen, Ausstellungen, Beratungsangebote, Informationsmaterialien und einen Internetauftritt verwirklicht. Der Aktionskreis Energie will die Potenziale zur Energieeinsparung und CO2-Minderung in der Region und insbesondere im Bezirk Steglitz-Zehlendorf mobilisieren.
www.ak-energie.de/

Arbeitskreis Klima & Erneuerbare Energien – AK „KLEE“
Die Aktiven im Arbeitskreis engagieren sich für die Klima- und Energiewende. Sie wollen den Erneuerbaren Energien zum Durchbruch verhelfen und setzen sich daher für den Atomausstieg und den Abschied von fossilen Energieträgern ein. Die Stärken des AKs sind Kreativität, Design, Aktionsorientierung, gute Vernetzung und Fachkompetenz.
www.bund-berlin.de/bund_berlinde/aktiv_werden/arbeitskreise_und_bund_gruppen/ak_klee/

Berlin 21 e.V.
Berlin braucht gute Ideen und kreative Handlungsansätze im Bereich der Nachhaltigkeit. Daher unterstützt und fördert der Verein erfolgversprechende innovative Projektansätze und Lernprozesse, indem er Akteure aus unterschiedlichsten Bereichen der Gesellschaft zu zentralen Themen ins Gespräch bringt, Kooperationen schmiedet quer zu Zuständigkeitsbereichen und Sektorgrenzen, Themen und Aktivitäten öffentlichkeits- und medienwirksam kommuniziert und für die Ziele und Ideen der nachhaltigen Entwicklung in Berlin wirbt. Im Rahmen des Netzwerks Berlin 21 e.V. arbeiten verschiedene Interessengruppen gemeinsam für eine nachhaltige Entwicklung der Stadtregion.
www.berlin21.net/

Berliner Energieberater Netzwerk (B-EN) e.V.
Das Berliner Energieberater Netzwerk ist ein Zusammenschluss von Berliner Architekten, Ingenieuren und Physikern. Es ist ein Kompetenzzentrum und eine Plattform zum Austausch von Erfahrungen und aktuellen Entwicklungen auf dem Gebiet des energie- und ressourcensparenden Bauens, Modernisierens von Gebäuden und Ansprechpartner zu allen Fragen in den Bereichen Architektur, Bauen und Energie in der Region Berlin-Brandenburg.
www.b-en.de/B-EN_IV/Zielgruppe.html

Berliner Netzwerk E
In diesem Netzwerk arbeiten Unternehmen zu Themen aus den Bereichen Energieeffizienz und erneuerbare Energien zusammen. Das Netzwerkmanagement liegt bei der Berliner Energieagentur. Die Netzwerkpartner entwickeln gemeinsam innovative Konzepte, Produkte und Dienstleistungen für mehr Energieeffizienz und setzen sie in Modellprojekten um.
www.berliner-netzwerk-e.de

Cluster Energietechnik Berlin-Brandenburg
Berlin und Brandenburg stecken voller Energie. Rund 5.000 Unternehmen mit fast 50.000 Beschäftigten und mehr als 30 Forschungseinrichtungen, Universitäten und Hochschulen haben sich diesem Thema verschrieben - mit beachtlichem Erfolg. Um den länderübergreifenden Innovationsprozess im Zukunftsfeld Energietechnik zu unterstützen und weiter voranzutreiben, haben die beiden Bundesländer mit dem Beginn des Jahres 2011 das Cluster Energietechnik Berlin-Brandenburg ins Leben gerufen. Ein Team von Fachleuten bündelt die Kompetenzen der Hauptstadtregion und vernetzt die Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Hand. Das stärkt die Wertschöpfung und die internationale Wettbewerbsposition der Branche. Die Federführung für das länderübergreifende Cluster Energietechnik liegt bei der ZukunftsAgentur Brandenburg (ZAB). Die ZAB arbeitet dabei eng mit der Technologiestiftung Innovationsagentur Berlin und Berlin Partner zusammen.
www.zab-energie.de/de/Cluster-Energietechnik

Energieeffizienztisch zu Berlin
Der EnergieEffizienz-Tisch Berlin reiht sich in den Kreis der vom Bundesumweltministerium deutschlandweit geförderten „30 Pilot-Netzwerke“ nach dem "Modell Hohenlohe" ein. Zusammengeschlossen haben sich in dieser Initiative produzierende Unternehmen aus Berlin und Brandenburg mit dem Ziel, den Energieverbrauch zu senken.
www.modell-hohenlohe.de/projekte_termine/energieeffizienz_tisch/_EnergieEffizienz-Tisch-Berlin_59.html

Initiative für Klimaschutz und Beschäftigung in Berlin-Brandenburg
Zusammenschluss von Gewerkschaften, Kammern und Verbänden, fördert die Entwicklung und Umsetzung von Projekten und Investitionsvorhaben zur Energieeinsparung im Gebäudebestand in den Bereichen Wohnungsbau und öffentliche Liegenschaften in Berlin und Brandenburg und leistet damit einen Beitrag zur Senkung des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen sowie zur Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen, insbesondere in der Bauwirtschaft und im Handwerk.
www.i-kub.de/

Innovationszentrum Energie der TU Berlin
Das Innovationszentrum Energie (IZE) bündelt und führt die Aktivitäten der TU Berlin im Bereich der Energieforschung zusammen. Das heißt, es vernetzt das am IZE vorhandene Expertenwissen im Bereich Energie und bietet eine zentrale Plattform für die Kommunikation und Zusammenarbeit mit Industrie- und externen Forschungspartnern. Das IZE fördert und unterstützt den Nachwuchs im Bereich Energie und verstärkt und integriert die Energieforschung in der Hauptstadtregion Berlin/ Brandenburg.
www.energie.tu-berlin.de/menue/ize/ueber_uns/

Netzwerk Bauen & Energie (NBE)
Das Netzwerk Bauen & Energie wendet sich an Architekten, Bauingenieure, Energieberater, Investoren, Bauunternehmen, Lieferanten, Rechtsanwälte, Forschungseinrichtungen aus den Branchen Bauen und Energie in Berlin und Brandenburg.
www.bvmw.de/landesverband-berlin-brandenburg/geschaeftsstellen/berlin/netzwerk-bau-energie-nbe.html

Netzwerk Erdgas Berlin-Brandenburg
Energiefragen und Klimaschutz bestimmen mehr denn je die wirtschaftliche und ökologische Entwicklung der Region Berlin-Brandenburg. Maßgeschneiderte Angebote und Innovationen entscheiden über den Erfolg von morgen. Wer hier die Nase vorn hat, verfügt über einen deutlichen Wettbewerbsvorteil. Das NETZWERK ERDGAS bietet dem umweltschonenden Energieträger ERDGAS mit seinen innovativen Technologien eine Plattform und bringt alle Marktpartner in Berlin und Brandenburg zusammen.
www.netzwerk-erdgas.de/

VdZ Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik
Die VdZ – Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik e.V. in Berlin – ist ein technisch und wirtschaftlich ausgerichteter Branchenverband aus dem Bereich der Gebäude- und Energietechnik. Sie bündelt mit ihren Mitgliedern in vielschichtigen Projekten die gemeinsamen Interessen der Industrie, des Großhandels und der Fachbetriebe, wenn es um Themen der Heizungs-, Klima- und Lüftungstechnik geht.
www.vdzev.de/

Klimaschutz in Zahlen

Um dem Klimawandel entgegenzuwirken, muss die Menge der klimaschädigenden CO2-Emissionen reduziert werden. Zahlen machen deutlich, wo sich die Maßnahmen für den Klimaschutz auswirken und welchen Beitrag sie in den relevanten Themen- und Handlungsfeldern leisten.

Umweltatlas Berlin
Der Umweltatlas präsentiert umfangreiche Arbeitsergebnisse der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt. Die über 80 Themen mit hunderten von Karten, Texten, Abbildungen und Sachdatenbeständen bieten eine umfassende und differenzierte Beschreibung und Bewertung der städtischen Umwelt.
Internetseite des Umweltatlas

Amt für Statistik Berlin-Brandenburg
Als zentraler Dienstleister auf dem Gebiet der amtlichen Statistik für die Region Berlin und Brandenburg begrüßen wir Sie in unserem Internetangebot. Zu allen Statistik-Bereichen finden sich hier aktuelle Informationen in unterschiedlicher regionaler Tiefe und zeitlicher Gliederung. Es werden insgesamt über 250 Bundes- und EU-Statistiken sowie 25 Landesstatistiken aus allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens vom Amt für Statistik Berlin-Brandenburg erhoben, aufbereitet, zusammengefasst und ausgewertet. Mit der Herausgabe verschiedenster Publikationen wird die amtliche Statistik den Informationsanforderungen aus Wirtschaft, Gesellschaft und Wissenschaft gerecht.
Internetseite des Statistikamts Berlin Brandenburg

Länderarbeitskreis Energiebilanzen
Dem Länderarbeitskreis Energiebilanzen gehören die für die Energiewirtschaft zuständigen Ministerien der Länder - in Berlin die Senatsumweltverwaltung - sowie die Statistischen Landesämter an, soweit diese mit der Erstellung der Energiebilanz für das jeweilige Bundesland beauftragt sind, außerdem Vertreter wirtschaftswissenschaftlicher Institute, die in einigen Bundesländern die Energiebilanz erarbeiten. Hauptaufgabe des Länderarbeitskreises Energiebilanzen ist die Koordinierung der Bilanzerstellung in den Bundesländern. Seit dem Bilanzjahr 1995 erfolgt die Bilanzierung nach einer abgestimmten, verbindlichen Methodik. Der Länderarbeitskreis Energiebilanzen arbeitet eng mit der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen, der amtlichen Statistik sowie den Energiewirtschaftsverbänden zusammen. Insbesondere mit der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen, welche die Energiebilanz für die Bundesrepublik Deutschland erstellt, erfolgt eine ständige Abstimmung der methodischen Grundlagen der Bilanzierung. Der Länderarbeitskreis Energiebilanzen ist bestrebt, neuen energiewirtschaftlichen Entwicklungen sowie veränderten Fragestellungen Rechnung zu tragen, so z. B. hinsichtlich der Einbeziehung weiterer erneuerbarer Energieträger in die Energiebilanzen der Länder. 1998 nahm der Länderarbeitskreis Energiebilanzen auch die Erstellung von CO2-Bilanzen für die Länder in sein Arbeitsgebiet auf. Seitdem werden für eine zunehmende Zahl von Ländern CO2-Bilanzen herausgegeben, die nach einheitlichen Regeln auf Grundlage der Energiebilanzen erstellt wurden.
Internetseite des Länderarbeitskreises

Gesetze und Verordnungen des Landes Berlin

Der gesetzliche Rahmen zum Klimaschutz wird durch das Zusammenspiel von internationalen Abkommen und europäischen, nationalen sowie Berliner Vorschriften gestaltet. Das Land Berlin hat in verschiedenen Vorschriften weitreichende klimapolitische Ziele verankert. Zentrale Ziele sind die Energieeinsparung, die Steigerung der Energieeffizienz und der Ausbau der erneuerbaren Energien. Mit entsprechenden Rechtsverordnungen sollen die Klimaschutzziele erreichbar, kontrollierbar und evaluierbar werden.

Das Land Berlin hat sich diesen Zielen mit dem Berliner Energiespargesetz (BEnSpG) bereits 1990 verpflichtet. Darüber hinaus wurde das Berliner Energiekonzept von 1994 verabschiedet, das neben den ersten CO2-Minderungszielen allgemeine energiepolitische Ziele für den Zeitraum bis 2010 festschreibt. Die Landesenergieprogramme bestimmen jeweils mittel- bis langfristige Ziele und Instrumente und benennen konkrete Umsetzungsmaßnahmen.

Bundesgesetze und -verordnungen

Die Berliner Initiativen und Aktivitäten für den Schutz von Klima und Umwelt werden vom Integrierten Energie- und Klimaschutzprogramm (IEKP) der Bundesregierung flankiert. Das IEKP nennt konkrete Maßnahmen und Umsetzungsschritte sowie die damit verbundenen CO2-Minderungsziele und gibt so die Basis für eine erfolgreiche Reduktion der Treibhausgasemissionen im lokalen und nationalen Maßstab vor.

Die Klimapolitik für Berlin berücksichtigt die nationalen Rahmenrichtlinien und Gesetze. Neben den CO2-Einsparzielen fließen in die Ausrichtung der Klimapolitik auch die wissenschaftlichen Erkenntnisse hinsichtlich einer zukunftsfähigen Klimaentwicklung ein. Um den Klimawandel aufzuhalten, müssen in allen gesellschaftlichen Bereichen die Erfordernisse für mehr Klimaschutz berücksichtigt werden. Besondere Bedeutung für die Erreichung der klimapolitischen Ziele haben in Berlin der Gebäude- und der Mobilitätsbereich sowie eine effiziente Wärme- und Stromversorgung. Die Berliner Klimaschutzpolitik ist ressortübergreifend in der Verwaltung verankert und wird auf alle Handlungsfelder des Landes Berlin angewendet.

EU-Richtlinien und Internationale Vereinbarungen

Das Land Berlin  sieht sich in besonderer Weise gefordert, national und international als Pionier für eine erfolgreiche lokale Klimaschutzpolitik zu wirken. Deshalb beteiligt sich das Land Berlin in internationalen Kooperationen an der Entwicklung und Verbreitung tragfähiger Strategien und Instrumente für den lokalen Klimaschutz und an der Formulierung ehrgeiziger Minderungsverpflichtungen für die Jahre nach 2012.

Internationale Netzwerke

Berlin beteiligt sich an internationalen Kooperationen und kommunalen Bündnissen, die sich seit den 1990er Jahren zum Austausch und zur Entwicklung gemeinsamer Strategien zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit formiert haben. Durch die energiebezogenen Rahmenprogramme der Europäischen Union werden regionale und lokale Klimaschutzaktivitäten unterstützt und gefördert.