Berlin ist seit 1990 Mitglied im Klima-Bündnis der europäischen Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder e.V. Berlin gehört damit zu den Gründungsmitgliedern des heute größten europäischen Städtenetzwerks, das sich gemeinsam zum Schutz der indigenen Völker des Regenwaldes verpflichtet hat.
Seit seiner Gründung sind mehr als 1.600 Städte, Gemeinden und Landkreise in vielen europäischen Ländern dem Klima-Bündnis beigetreten. Bundesländer, Verbände und andere Organisationen wirken als assoziierte Mitglieder mit. Mit seinem Beitritt zum Klima-Bündnis verpflichtet sich Berlin freiwillig zu folgenden Zielen:
Das Klima-Bündnis ist ein europäisches Netzwerk zum Schutz des Weltklimas. Die Mitgliedskommunen setzen sich für die Reduktion der Treibhausgas-Emissionen vor Ort ein. Ihre Bündnispartner sind die indigenen Völker in den Regenwäldern Amazoniens. Die Mitgliedsstädte und -gemeinden im Klima-Bündnis engagieren sich für den globalen Klimaschutz und haben sich folgende Ziele gesetzt:
Berlin ist Mitglied des internationalen Verbandes kommunaler Regierungen ICLEI – Local Governments for Sustainability, der auf die Förderung von Nachhaltigkeitsstrategien setzt.
Im Jahr 1990 gründeten über 200 Repräsentant/innen von Kommunen, lokalen Gebietskörperschaften und kommunalen Verbänden bei einer Konferenz mit Unterstützung des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) in New York (USA) den "International Council for Local Environmental Initiatives" (ICLEI). Im Jahr 2003 wurde das Netzwerk umbenannt in "ICLEI – Local Governments for Sustainability", um die starke Fokussierung auf Nachhaltigkeit deutlich zu machen.
Das Netzwerk initiiert und koordiniert verschiedene Projekte und Kampagnen im Bereich der nachhaltigen Entwicklung und des Umweltschutzes. Es begleitet insbesondere die Klimakonferenzen im Rahmen des Kyoto-Prozesses. ICLEI berät und unterstützt seine über 1.000 Mitglieder weltweit bei der Umsetzung einer nachhaltigen Stadtpolitik, veranstaltet Workshops, Schulungen und Konferenzen und gibt einen Newsletter heraus. Das Netzwerk hat seinen internationalen Hauptsitz Anfang 2010 von Toronto (Kanada) nach Bonn (NRW) verlegt; Freiburg ist Sitz der europäischen ICLEI-Regionalorganisation. Insgesamt hat ICLEI vierzehn regionale Büros auf allen Kontinenten. In Deutschland sind 23 Städte Mitglied von ICLEI.
Im Jahr 2005 trafen sich Vertreter von 18 Großstädten der Welt in London, um über die globale Erwärmung und die Anpassung an den Klimawandel zu diskutieren. Am Ende der Konferenz unterzeichneten die Anwesenden ein Communiqué, in dem sie sich dazu bereit erklärten, gemeinsam den Emissionen klimaschädlicher Gase zu reduzieren.
Hinter dem Kürzel “C 40” verbergen sich heute die 40 größten Städte der Welt, die “Megacities”. Sie haben sich zu einer Gruppe zusammengeschlossen, die mit Unterstützung der “Clinton Foundation” regelmäßige Tagungen durchführt, um sich über gemeinsame Strategien und Lösungen zum Schutz des Klimas auszutauschen.
Die Initiative verzeichnet seit ihrer Gründung im Jahr 2008 ein schnelles Wachstum und hat sich zum einflussreichsten energiepolitischen Instrument entwickelt, das Bürgermeister/innen aus der gesamten EU sowie auch aus dem außereuropäischen Raum zusammenbringt.
Die Unterzeichner des Konvents der Bürgermeister/innen geben die formelle Erklärung ab, die europäischen Zielvorgaben durch die Einführung spezieller Aktionspläne für nachhaltige Energie auf lokaler Ebene übertreffen zu wollen. Lokale und regionale Behörden erkennen die Bedrohung des Klimawandels und schätzen die Chance, die ihnen der Konvent eröffnet, um zum Wohl ihrer Bürger zusammenzuarbeiten und sich über die besten Vorgehensweisen auszutauschen.
Lokaler Kampf gegen den Klimawandel
Der Konvent der Bürgermeister/innen soll lokalen Verwaltungen helfen, die führenden Akteure bei der Einführung einer nachhaltigen Energiepolitik zu werden. Diese ambitionierte Initiative der Europäischen Kommission erkennt die wegbereitende Rolle an, die Städte bei der Entwicklung einer intelligenten und nachhaltigen Energiepolitik zur Milderung des Klimawandels innehaben. Dabei bewältigen sie auch wichtige soziale Probleme wie etwa die Schaffung stabiler Beschäftigungsverhältnisse und die Verbesserung der Lebensqualität für alle Bürger.
Wachsende Akzeptanz für die Initiative
Zum Jahresbeginn 2010 waren schon mehr als 1600 Städte dem Konvent beigetreten, darunter über 20 europäische Hauptstädte und auch mehrere Städte außerhalb der EU. Insgesamt wurden so über 140 Millionen Bürger mobilisiert. Die Unterzeichner repräsentieren Kommunen aller Größenordnungen, von kleinen Dörfern bis hin zu Großstadtregionen wie London oder Paris. Dutzende von Regionen, Provinzen und Großstadtregionen oder Zusammenschlüssen lokaler Behörden sind offiziell unterstützende Strukturen des Konvents der Bürgermeister/innen geworden, die sich zur Bereitstellung technischer und finanzieller Hilfen für die Unterzeichner verpflichten.
Der World Mayors Council on Climate Change (WMCCC) ist ein Bündnis von über 50 Bürgermeistern zum Schutz des Klimas und für die globale Nachhaltigkeit.
Der Weltbürgermeisterrat zum Klimaschutz (World Mayors Council on Climate Change, WMCCC) ist eine Allianz von engagierten Bürgermeistern und Stadträten, die sich für eine wirksame weltweite Klimavereinbarung und eine Anerkennung der Städte als Akteure im globalen Klimaschutz einsetzen. Der Rat spielt eine zentrale Rolle bei der internationalen Klimaschutzvereinbarung der Städte, dem sog. Mexico City Pact, und dem Klimaregister der Städte. Der 2005 in Montréal/Kanada gegründete Weltbürgermeisterrat ist beim Weltsekretariat von ICLEI in Bonn angesiedelt.