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Virtuelles Kraftwerk von Vattenfall

Umsetzung durch:Vattenfall Europe Wärme AG
Zeitraum:2010 – fortlaufend

Für die wirtschaftlich erfolgreiche Integration erneuerbarer Energien in die Energieversorgung müssen Wege zur Speicherung und Steuerbarkeit von elektrischer Energie gefunden werden. Das Virtuelle Kraftwerk bietet dabei einen erfolgversprechenden Lösungsansatz: Die Speicherung von regenerativ erzeugter Energie in Form von Wärme.

Neben dem bestehenden Fernwärmeangebot, ist ein strategisches Ziel von Vattenfall der verstärkte Ausbau von dezentralen Wärmeversorgungslösungen. Hierbei setzt Vattenfall insbesondere auf dezentrale Kraft-Wärme-Kopplungs (KWK)-Anlagen, Wärmepumpen, Biomasse und Solarthermie.

Bestehende dezentrale Anlagen werden wenn möglich um ein KWK-Modul erweitert. Die Zusammenschaltung der über Berlin und Hamburg verteilten dezentralen Anlagen zu einem Verbund ist der logische zweite Schritt und bietet die ideale Ergänzung zur bestehenden Erzeugungsstruktur. Ziel ist die Bereitstellung flexibel einsetzbarer Kraftwerksleistung um temporäre Schwankungen im Stromnetz auszugleichen. Der CO2-freie Wind- und Solarstrom kann so besser in das Stromnetz integriert und harmonisch in die Wärmeversorgung eingebunden werden. Besonders im Hinblick auf die Speicherung von Energie bietet der Wärmemarkt ein großes und wirtschaftlich attraktives Potenzial und ermöglicht somit eine zeitliche Verlagerung der Produktion und Nachfrage von elektrischer Energie.

Im Oktober 2010 hat Vattenfall gemeinsam mit den Kooperationspartnern Stiebel Eltron als Hersteller von Wärmepumpen, sowie SenerTec und SES-Energiesysteme als Hersteller von BHKW das Virtuelle Kraftwerk in Betrieb genommen. Der Verbund von dezentralen Anlagen wird über die Wärmeleitwarte am Berliner Syringenplatz überwacht und gesteuert. Grundlage für die Steuerung sind Wetter- und Windenergieeinspeise-Prognosen ebenso wie die Wärmebedarfprognosen der einzelnen Wohnobjekte. Herrscht beispielsweise Windstromüberschuss im Netz, kann die Leitwarte gezielt Wärmepumpen im Verbund einschalten, die den Windstrom in CO2-freie Wärme umwandeln. Ist weniger Windstrom im Netz verfügbar als prognostiziert wurde, so erhalten die Blockheizkraftwerke ein Signal zur Stromproduktion. Durch die Einspeisung ins Netz wird so der fehlende Windstrom kompensiert. In beiden Fällen wird die produzierte Wärme in Wärmespeichern gespeichert und für den späteren Bedarf im Objekt vorgehalten. Je nach Bedarf und Wetterverhältnissen wird so flexibel und umweltfreundlich elektrische Energie und Nutzwärme erzeugt. Dies führt zu einer optimalen Einbindung von Windenergie und Solarstrom in die Stromversorgung.

  • Thema

    • Energieerzeugung
  • Handlungsfeld

    • Strom allgemein,
    • Wärme / Kälte
  • Maßnahme

    • Erneuerbare Energien,
    • KWK,
    • Strategie / Konzept,
    • Technik / Technologie

Standort

Wärmeleitwarte der Vattenfall Europe Wärme AG
Syringenplatz 29
10407
Berlin

Kontakt

Vattenfall Europe Wärme AG
Puschkinallee 52
12435
Berlin
Tel. (030) 267-11556

Beteiligte Klimaschützer