Wärmerückgewinnung aus häuslichem Abwasser

Auftraggeber: 
HOWOGE
Zeitraum: 
2008

Die HOWOGE Wärme GmbH hat gemeinsam mit Ingenieurbüros ein Pilotprojekt für eine Wärmepumpenanlage entwickelt. Der Prototyp wurde im Wohnhochhaus in der Seefelder Straße 48/50 realisiert.

Die Pilotanlage läuft seit Dezember 2008 problemlos und fehlerfrei. Die Anlage zur Abwasserwärmenutzung mittels Wärmepumpe erzeugt täglich durchschnittlich 115 kWh Heizwärme. Damit können 36 Wohnungen mit Trinkwarmwasser versorgt werden. Im Vergleich zu einem Gaskessel sinkt der Primärenergieverbrauch der Wärmepumpenanlage um 48 Prozent.

 

Bevor das Abwasser in das öffentliche Kanalnetz gelangt, wird seine Wärmeenergie durch eine innovative Technik genutzt, um das Trinkwarmwasser auf 30 Grad vorzuwärmen. Aus zwei abgehenden Abwassersammelrohren wird Wärme zurück gewonnen und mittels einer Wärmepumpe (8 kW) zur Trinkwasservorerwärmung nutzbar gemacht. Die weitere Erwärmung auf 60 Grad erfolgt konventionell.

Der Kohlendioxidausstoß kann dadurch auf die Hälfte reduziert werden. Auch die jährlichen Kosten lassen sich deutlich senken. Der errechnete Wärmepreis für die erzeugte Wärmeenergie aus der Pilotanlage ist mit 7,9 Ct/kWh im Vergleich zu anderen Heizlösungen günstig.

Das Netzwerkmanagement des Berliner NetzwerkE hat eine Untersuchung der Abwassernutzungsanlage in Bezug auf technische, wirtschaftliche und ökologische Aspekte durchgeführt und im Rahmen dieses Projektes die Broschüre „Gebäudebezogene Nutzung von Abwasserwärme“ erarbeitet. Die Broschüre führt in die Thematik ein und bietet einen Überblick der Technologien am Markt.

 

Thema: 
Energieeffizienz, 
Energieerzeugung, 
Wasser / Abwasser
Handlungsfeld: 
Gebäude, 
Wärme / Kälte
Maßnahme: 
Bauliche Maßnahme, 
Technik / Technologie
Gruppe: 
BBU, 
Berliner NetzwerkE, 
mehrwert Berlin, 
Klimaschutzvereinbarung
Standort: 
Wohngebäude
Seefelder Straße 48/50
13053 Berlin
Kontakt: 
HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH
Ferdinand-Schultze-Str. 71
13055 Berlin
Tel.: (030) 5464-0
Fax: (030) 5464-1260
Beteiligte Klimaschützer: 
Foto: Gust/Berliner NetzwerkE
Foto: Gust/Berliner NetzwerkE
Foto: Gust/Berliner NetzwerkE
Foto: Gust/Berliner NetzwerkE
Foto: Gust/Berliner NetzwerkE
Foto: Gust/Berliner NetzwerkE